Einrauschen einer Verstärkeranlage

Hier machen die einige Techniker einen Fehler, wenn in einem Raum beschallt wird.

Die übliche, falsche Methode:

Man serviert dem Verstärker ein gleichmässiges Rauschsignal. Rosa Rauschen oder Pink Noise genannt.

Mit einem Messmikrofon an einem Analyser schaut man sich an, wie die Lautsprecher und der Raum dieses Rauschen zurück geben.
Dellen und Höcker im Klangspektrum werden nun mit einem Equalizer glatt gebügelt. Digitale Geräte machen das halb automatisch.

Man benutzt dazu den beliebten, grafischen Equalizer mit 15 oder 31 Bändern.
Das ist im Prinzip richtig, aber ....
 

Der Fehler dabei:

Ein ganz enorm wichtiger Punkt wird ausser Acht gelassen:  die Raumresonanzen.
Ich habe dazu eine Seite weiter oben schon alles erklärt:
sehr schmale Stellen im Klangspektrum eines Halls sind stark überhöht, besonders in Räumen mit gleichmässigem Grundriss.
Die Raumresonanzen führen zu einer falschen Anzeige am Analyser.

Mit dem Messmikrofon sehr nah an den Boxen kann man den Fehler halbwegs vermeiden, weil hier der direkte Schall lauter als die Reflexionen an den Wänden ist.

Messmikrofone sind allerdings “Kugeln”. Sie hören in alle Richtungen (fast) gleich gut. Deshalb müsste man sehr man an den Boxen bleiben. Das ist aber nicht der ideale Ort für die Messung.
 

Ich empfehle deshalb:

zunächst muss der Klang der Lautsprecher bekannt sein und grob mit dem Equalizer ausgeglichen werden. Dazu muss auch der Standort berücksichtigt werden. CD laufen lassen und auf  Wummern achten.

Danach musst du die Raumresonanzen finden und ausgleichen.
Das Thema wird ausführlich auf eigenen Seiten beschrieben.

Erst dann kann das übliche “Einrauschen” korrekt durchgeführt werden.