Bericht

Workshop Beschallung am 19. und 20. März 2011 mit Jürgen Härpfer.
 

 Keine Verkaufsveranstaltung. Learning by doing. Das ist das Besondere an meinem Workshop.
Grund- und Aufbaukurs mit Details aus dem Profibereich in der Musikschule funTASTico in Weinsberg.

Volles Haus mit 10 Teilnehmern. Die maximale Teilnehmerzahl war noch nie so schnell erreicht.
Entfernung im Durchschnitt 175 km. Spitzenreiter mit 280 km war Unterschleißheim.
Einige Interessenten konnten terminlich nicht teilnehmen und stehen in der Warteschlange.

Vorstellungsrunde: vom absoluten Anfänger bis zum erfahrenen Beschaller war alles vorhanden, auch der Hausmeister einer Mehrzweckhalle. Vom Kampf des Musikers mit dem fehlenden Monitoring und von wummerndem Sound in großen Hallen und Rückkopplungen wurde berichtet.
Der Beschaller war schon sehr gespannt auf das Verfahren gegen Resonanzen im Raum, über das er auf der Site gelesen hatte. Einige seiner Kollegen hatten im Vorfeld des Workshops wohl große Skepsis angemeldet. Um es vorweg zu nehmen: die Skepsis wich im Workshop großer Begeisterung. Man muss nur wissen wie es geht. Keine Spur von kaputt korrigiertem Sound. In einer abschließenden E-Mail hat der Teilnehmer berichtet, dass die neue Methode in seinen Kreisen schon hohe Wellen schlägt.

Hier seien nur die besonderen Punkte angesprochen. In den vorangegangenen Workshop-Berichten (Siehe Menü) kann der interessierte Leser den Grundstock des Workshops heraus lesen.


Ja, was haben wir da alles an Spielsachen?
Nur die wichtigsten Komponenten, und nichts Kompliziertes.
Das reicht für einen guten Sound, jedenfalls hier ohne große Band.

Die Hörbeispiele von Konserve als Bewährungsprobe:
HÖRT der Techniker, was da falsch ist? Was kann man tun?

Drums wurden von ”lätschig” auf knackig gepimpt. Wie knallt die Snare?

Wir suchen die Raumresonanzen mit dem Feedback-Killer.
Der Kompressor hier einmal als Schutzmaßnahme.
Der A/B Vergleich in dem kleinen Raum verblüfft immer wieder.
Die Bässe ohne Gegenmaßnahme verwaschen und langweilig.
Mit dem eingepfiffenen Feedback-Killer und angezogener Bremse (Freeze) hervorragend knackiger Bass.

Gemeinsam wird beraten. Der Chef hat alle Knöpfe erklärt und erläutert.
Für welche Einstellungen entscheidet sich der Anwender? Oft eine Geschmacksfrage. Es gibt aber auch Fehler.
Immer wieder: in den Übungen arbeiten die Teilnehmer frei, nachdem das jeweils neue Thema erklärt war.

Der Chef greift nur ein, wenn weitere Erläuterungen fällig sind.
Anschließend immer Lob oder Korrektur und alternative Möglichkeiten.
Ab und zu werden falsche Parameter demonstriert - auch das ist sehr wichtig.

Jan war der jüngste. Er hat sich hervorragend geschlagen!

Ein Cello wurde mitgebracht. Der Cellist muss immer gegen einen gewaltigen Chor anspielen.
Er kann sich selber dabei quasi gar nicht hören. Der Wunsch nach einem Monitor wurde von den Geldgebern bislang stets abgelehnt. Nun kann man im Workshop wenigstens mal zeigen, wie es richtig geht.
Welches Mikrofon wählt man und wo muss es hin?
Wo muss die Monitorbox hin?
Wie vermeidet man die Probleme wegen der Resonanz der Holzdecke? Wir haben unter andrem einen manuellen vollparametrischen Equalizer mit einem schmalen Kerbfilter benutzt. Der Gewinn war extrem deutlich.
Kompressor auf so ein Instrument? Nicht bei einem Streichquartett, aber in Konkurrenz gegen eine Band oder einen riesigen Chor dann schon - allerdings mit sanften Einstellungen.

Der Workshop-Chef gibt sich als ahnungsloser Musiker mit hohem Anspruch an den Sound.

Die Teilnehmer sollen mal machen. Die sind ja jetzt Profis.
Bitte das volle Programm mit Monitor, Kompressor, Hall ...
Wehe es kling nicht gut oder koppelt!
Gesang und Gitarrenmikro an EINEM Stativ.
Mit dem Adapter auch ideal im Gesangs-Chor.

Günstige Komponenten. Für die meisten Zwecke voll ausreichend.

Boxenschrägsteller.

Mit wenigen Komponenten plus dem entsprechenden Know-How kann man sehr viel erreichen.

Glückliche Gesichter beim Abschied. Was will man mehr?